Er erfreut sich weltweiter Beliebtheit und ist ein ausgesprochen
gelehriger Hund. Doch wie so viele Jagdhundrassen gehört der Weimaraner nicht
in jede Hand.
Wohl gerade wegen seiner außergewöhnlichen, aparten Erscheinung erfreut sich
der
Weimaraner als einer der wenigen Jagdhunderassen
weltweiter Beliebtheit.
Ob als Jagdhund, Schutzhund oder gar Schauhund ist er der deutsche
Vorstehhund, der auf dem ganzen Globus verbreitet ist.
Historie:
Gerne wird berichtet, dass der
Weimaraner in seiner heutigen
Form am Hofe zu Weimar gezüchtet wurde, allerdings lässt es sich nirgendwo so
richtig belegen. Tatsache allerdings ist, dass Großherzog Carl August ein
Jäger aus Leidenschaft war und aus dem benachbarten Frankreich Bracken
mitbrachte. Diese grauen Vorstehhunde brachte er bei herrschaftlichen Bauern
und Jägern unter. Bekannt ist das diese Art vornehmlich im Gebiet um
Weimar/Halle vorkam. Seit 1878 wird er reinrassig gezüchtet, und im Jahr 1897
wurde ihm zu Ehren der
Weimaraner Club in Deutschland
gegründet.
Wesen:
Dieser Rasse liegt das Jagen im Blut - Kraft, Eleganz und Spürsinn sind seine
Kennzeichen. Wenn er seinem Naturtrieb und Bewegungsdrang nachgeben darf,
fühlt er sich am wohlsten. Kann er dies nicht ausleben, dann leidet er.
Es ist eine angeborene Jagdleidenschaft oder wie der Jäger es ausdrückt, diese
Jagdpassion ist "angewölft". Darf er diesem Trieb nachgeben und kann jagen,
dann ist der
Weimaraner in seinem Element, ist zufrieden und
ausgeglichen. Verwehrt man ihm seinen Trieb, wird er neurotisch.
Ebenso wichtig wie das Ausleben seines angeborenen Instinktes ist für den
Weimaraner der soziale Kontakt zu seinen Menschen. Hält man ihn im Zwinger,
wird er schnell aggressiv. Er teilt das Schicksal vieler Jagdhunderassen, denn
diese gehören nun einmal in fachkundige Hände, brauchen eine starke und
liebevolle Hand in der Erziehung. Bekommt der selbstbewusste
Weimaraner diese nicht, tanzt er seinem Frauchen oder Herrchen im Nu
auf der Nase herum.
Weimaraner sind vielseitig begabt,
besonders geschätzt werden sie für ihre Ausdauer, ihre hervorragende Nase,
Wild-, Raubzeug- und Mannschärfe.
Ein
Weimaraner ist alles andere als ein Stubenhocker und
benötigt sehr viel Auslauf, mindestens zwei bis drei Stunden täglich.
Zukünftige
Weimaraner-Halter sollten sich dessen bewusst
sein. Leider meinen einige Zeitgenossen, sie müssten sich einen solchen Hund
als Statussymbol anschaffen und werden ihren Tieren in keiner Weise gerecht.
Nichtjäger sollten sich deshalb keine Welpen anschaffen, sondern ein bis
eineinhalb Jahre alte Hunde, bei denen erkennbar ist, dass sie eben über
keinen ausgeprägten Jagdtrieb verfügen. Allerdings stellt dies eine sehr
unwahrscheinliche Ausnahme dar.
Aussehen:
Eine wahrlich stattliche Erscheinung stellt der
Weimaraner
dar, erreichen die Rüden eine Schulterhöhe von 59 bis 70 Zentimeter und wiegen
bis zu 38 Kilogramm, eine Hündin erreicht eine Höhe von 57 bis 65 Zentimetern
und wiegt dann circa 32 Kilogramm.
Weimaraner gibt es mit Kurz-, Stock- und in seltenen Fällen
mit Langhaar in den Farben rehgrau, silbergrau oder mausgrau. Kleine weiße
Abzeichen an Brust und Zehen sind erlaubt.
Gerät ein
Weimaraner in die falschen Hände, kann er zum
Problemhund werden. Dann nimmt sich der Verein "Jagdhunde in Not" seiner an
und mit viel Mühe muss der Hund wieder resozialisiert werden.