Wer mit dem Hund verreisen möchte und das Auto für diese Unternehmung außer Frage steht, dann bleiben nicht mehr wirklich viele Verkehrsmittel zur Auswahl. Die Reise mit dem Flugzeug ist nur für längere Flugstrecken, bzw.
für lange Aufenthalte zu empfehlen. Der durch den Flug verursachte Stress wird bei den meisten Hunden medikamentös eingedämmt, daher sollte man bei Kurzstrecken und Kurzurlauben davon Abstand nehmen.
Aber wie kommt man sonst bequem von A nach B, den Hund mit im Gepäck?
Vor einiger Zeit stand ich genau vor dieser Frage, denn es stand eine berufliche Reise inklusive Hund vom Ruhrpott
nach Berlin an. Da ein Flug außer Frage stand, fiel die Wahl des Reisemittels auf die Deutsche Bahn.
Kleinhunde bis zur Größe einer Hauskatze, können in einem Transportbehälter unentgeltlich mitgenommen werden. Das trifft nicht wirklich auf meinen Rüden Schroeder, einem Maremmano, zu.
Alle größeren Hunde, die nicht in einen solchen Behälter hineinpassen, zahlen bei der Deutschen Bahn
den gleichen Fahrpreis wie für zahlungspflichtige Kinder von 6 bis unter 15 Jahren. Diese Regelung gilt sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise. Sitzplatzreservierungen sind allerdings nicht möglich, was eine Reise mit einem großen Hund relativ problematisch verlaufen lassen könnte.
Das der Hund immer an der Leine zu führen ist, sollte für jeden Hundehalter
selbstverständlich sein. Das die Bahn aber für „alle“ Hunde einen Maulkorbzwang vorschreibt, hält viele Hundehalter von einer Bahnfahrt ab.
Auch ich stand dem skeptisch gegenüber, bemühte mich aber um einen gutsitzenden Maulkorb und trainierte mit meinem Hund das Tragen eines solchen.
Auf der Fahrt selbst zeigte sich aber, dass es hier, wie in vielen Alltagssituationen mit Hund, immer
an der Toleranz Anderer liegt, ob solche „Regeln“ umgesetzt werden müssen.
Weder auf der Hin noch auf der Rückfahrt musste mein Hund den Maulkorb tragen. Beide Male lag der Maulkorb offensichtlich auf dem nebensitz, aber da mein Rüde sich vorbildlich verhielt war ein Tragen des Korbs nicht notwendig.
Einziges Manko bei großen Hunden ist, dass man für sie keinen Platz reservieren darf. In
meinen Augen völlig unverständlich, denn schließlich zahlt man einen angemessenen Preis dafür.
Auch hier liegt es am Verständnis der Mitfahrenden und dem Service-Personal. Auch hier kann ich nur positives berichten, denn es tauschte ein Mitreisender den Platz mit mir, damit ich statt auf einem Einzelsitz und der Hund somit im Mittelgang, auf einen Doppelsitz wechseln konnte. Ich denke,
wenn man selbst offen und freundlich ist, wird man bei einer Reise mit der Bahn wenige Probleme haben.
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