In Zeiten der Urlaubsplanung stellt sich für viele Hundehalter die Frage,
nehme ich mein Tier mit auf Reisen oder suche ich nach einer anderen Lösung.
Entscheidet man sich für die Variante mit Hund, dann sind einige
Vorbereitungen zu treffen. Neben dem Reiseziel, einer geeigneten Unterkunft
und einer idealen Anreise, sollte das Hauptaugenmerk zunächst auf den Hund
selbst gelegt werden.
Wie wird ihr Hund die Reise verkraften? Ist er fit genug für eine Wandertour
in den Bergen oder ist er eher ein Couch-Potato, der das Liegen am Strand
bevorzugen würde? Diese Frage sollte man nicht auf die leichte Schulter
nehmen, denn sonst kann aus dem Traumurlaub mit Hund ein Dilemma werden.
Ist der Hund bester Gesundheit, steht weder einem Aktivurlaub, noch einer
anderen Art Urlaub etwas im Wege. Bei alten, extrem jungen oder kranken Hunden
sieht das schon anders aus. Einen Welpen auf Wandertouren mitzunehmen, wäre
ebenso keine gute Idee, wie mit einem alten Hund in die Hitze Süd-Europas zu
fahren.
Welchem Hund sie was zumuten können, dass finden sie am besten schon im
Vorfeld bei kleineren Tages- oder Wochenendausflügen heraus. Hierbei können
sie ersehen, wie gestresst oder entspannt ihr Hund sich in gewissen
Situationen verhält.
Wer einen Welpen hat, der kann diese Situationen von Kindesbeinen an
trainieren, indem er mit dem kleinen Vierbeiner alles Notwendige zeigt, ohne
ihn zu überfordern.
Ein Besuch am Bahngleis oder Busbahnhof, laufen in der Fußgängerzone und viele
andere ungewöhnliche Situationen, können einen Hund extrem stressen. Lernt er
sie früh genug kennen und sieht, dass es keinen Grund zur Aufregung gibt, wird
dies für Urlaubsfahrten von Vorteil sein.
Auch an die Versorgung des Vierbeiners sollte man sich im Vorfeld Gedanken
machen. Neben Napf, Futter, Leine und Hundedecke, sollten auch Maulkorb,
Verbandszeug sowie Handtücher für Fell und Pfoten eingepackt werden.
Es macht keinen guten Eindruck, wenn ein Hund mit dreckverschmierten Pfoten in
eine Ferienwohnung oder gar eine Hotelempfangshalle marschiert. Säubert man
seinen Hund nach einem Spaziergang, wird man immer wieder gern gesehner Gast
sein.
Am An- und Abreisetag sollte beachtet werde, dass der Hund mindestens vier
Stunden vor Reiseantritt nichts mehr frisst, um Übelkeit vorzubeugen.
Bei Fahrten in die Berge kann ein Kauknochen oder Kauspielzeug für den
Druckausgleich sehr nützlich sein, wenn der Hund es annimmt.
Nervöse oder ängstliche Tiere sollten vor der Fahrt entweder ein
homöopathisches oder ein vom Tierarzt verordnetes Beruhigungsmittel
verabreicht bekommen. Dieses sollte allerdings wenigstens einmal im Vorfeld
ausgetestet werden, da es durchaus Hunde gibt, die unter Stress noch unruhiger
als sonst reagieren und entsprechend anders dosiert werden müssen.
Um keine bösen Überraschungen bei Auslandsaufenthalten zu erleben, sollten sie
sich im Vorfeld eingehend mit den jeweiligen Einreisebedingungen des Landes
befassen und die Impfpapiere ihres Hundes überprüfen.
So steht einem angenehmen Urlaub mit dem vierbeinigen Freund nichts mehr im
Wege.
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