
Es ist feucht und vielerorts auch schwülwarm, ideale Lebensbedingung für Schnecken. Seit Wochen finden unsere ungeliebten Mitbewohner genau diese Bedingungen in unseren Gärten. Sehr zum Ärger der Hobbygärtner. Der schnelle Griff in das Regal soll Abhilfe schaffen, aber was bei Schnecken todsicher wirkt, kann aber auch bei anderen Tieren zur akuten Lebensgefahr werden.
Die im Schneckenkorn beinhalteten Organophosphate sind Nervengifte, welche bei Haustieren und Kindern eine tödliche Gefahr darstellen können.
Tiere nehmen schon durch Ablecken der Pfoten die gefährlichen Stoffe auf, schon geringe Mengen können ausreichen einen Hund in tödliche Gefahr zu bringen.
Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, geweitete Pupillen, Muskelzittern, Krämpfe, Fieber, Koordinationsstörungen, erhöhte Körpertemperatur können erste Vergiftungssymptome sein.
In Verdachtsfällen einer solchen Vergiftung sollte das betroffene Tier schnellstens zum Tierarzt. Durch ein rechtzeitig verabreichtes Brechmittel, eine Magenspülung und Abführmittel kann die Giftaufnahme im Körper verhindert werden.
Wer in der heimischen Notfallapotheke Kohletabletten vorrätig hat, kann Ersthilfe leisten, in dem er einige Tabletten in Wasser auflöst und dem Tier verabreicht. Kohle absorbiert kurzfristig einen Teil des Giftes.
Auf keinen Fall das dem Tier Milch, Öl oder etwa Rizinusöl verabreicht werden, da diese die Wirkung des Giftes beschleunigen.
Trotz der Erste-Hilfe-Maßnahme muss das Tier so schnell wie möglich zum Tierarzt oder in eine Tierklinik.
Nicht nur im heimischen Garten lauert die Gefahr durch Schneckenkorn, auch Landwirte setzen dies zum Schutz ihrer Felder ein.