Schokoladige Versuchungen verursachen bei uns Menschen Pölsterchen an
den Hüften und Karies, bei Hunden jedoch können diese tödlich enden.
Zur Weihnachtszeit ist Schokolade in Form von Weihnachtsmännern, Tannenzapfen
etc. nicht mehr wegzudenken und ein allseits beliebtes Geschenk. Manchmal
bekommen sogar die tierischen Familienmitglieder Schokolade geschenkt. Aber
wussten Sie schon, dass eine Tafel Vollmilchschokolade Ihren Pekingesen töten
kann? Dass das Verspeisen einer Tafel Zartbitterschokolade für einen
mittelgroßen Hund ein tödlicher Genuss sein kann?
Dabei liegt es nicht an dem hohen Fett- oder Zuckergehalt, die die Schokolade
für Heimtiere so gefährlich macht, sondern ein einem Stoff, der in Kakaokernen
und -schalen vorkommt. Es handelt sich hierbei um das Toxin Theobromin. Die
tödliche Dosis an reinem Theobromin geben Wissenschaftler wird für den Hund
mit 100-200 mg/kg an. Das heißt, dass ein 10-15 kg schwerer Hund durch das
Verspeisen von drei Tafeln Vollmilchschokolade oder einer Tafel
Zartbitterschokolade, sterben kann. Je höher der Kakaoanteil im
Schokoladenartikel ist, desto höher auch der Theobromingehalt. Natürlich wird
kein vernünftiger Hundehalter seinem Hund drei Tafeln Schokolade reichen, aber
man sollte sich diese Tatsache schon bei der Fütterung eines kleinen Stücks
Schokolade vor Augen halten.
Symptome:
Die ersten Anzeichen einer Vergiftung zeigen die Hunde zeigen 4-12 Stunden
nach der Aufnahme. Anfänglich kommt es zu Durchfall und Erbrechen, im weiteren
Verlauf
Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinterhand, Delirium und
plötzlichen Tod durch Herzversagen.
Letzteres resultiert aus einer Stimulation der Herzfunktion mit
Entspannung der glatten Gefäß- und Bronchialmuskulatur. Hunde, die an
Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen
reagieren.(1)
Falls Ihr Hund große Mengen Schokolade zu sich nehmen sollte, dann suchen Sie
umgehend einen Tierarzt auf.
Wenn Sie Ihrem Hund trotzdem eine schokoladige Freude machen wollen, dann
bietet der Fachhandel spezielle Hundeschokolade an. Allerdings werden sie ihm
mit Kauartikeln (Ochsenziemer, Schweineohr, Straußensehnen) mehr Freude
machen.
(1) Ziemer, P.:
Intoxikationen bei kleinen Haustieren.
Teil 1 und 2. Kleintiermedizin 1999, Nr. 1/99 u. 2/99
|