Zwar sind viele Teile Deutschlands immer noch von den frostigen Fingern des
Winters gehalten, aber zaghaft klopft der Frühling schon hier und dort an und
die Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Wärme wird immer größer.
Urlaub am Meer, Toben im Sand, Rennspiele in der Brandung, Bällchen in den
Wellen suchen oder einfach gemütlich am Wasser spazieren gehen, ein wahres
Vergnügen für Hund und Halter, allerdings an deutschen Stränden schwer in die
Tat umzusetzen.
An der deutschen Nord- und Ostseeküste begrüßen Hundehalter oft
Verbotsschilder, die einen Besuch am Strandabschnitt verbieten. Zwar dürfen
diese zur Wintersaison mit Hund besucht werden, aber das nützt einem Besucher
außerhalb dieser Saison reichlich wenig.
Verständlich sind die von der Tourismusbehörde aufgeführten Argumente schon,
denn freilaufende Hunde oder Hinterlassenschaften von Hunden, sind den anderen
Badegästen nicht zu zumuten. Nicht jeder Hundebesitzer hat soviel
Verantwortungsgefühl und nimmt seinen Hund an gut besuchten Stränden an die
Leine oder entsorgt das Häufchen seines Hundes.
Um allen Urlaubern zu Ihrem Recht zu verhelfen, wurden an vielen Nord- und
Ostseebädern, spezielle Hundestrände eingerichtet.
In vielen Fällen handelt es sich dabei allerdings um kleine Strandabschnitte,
auf denen sich auf 100 Meter Strand, Dutzende Hunde tummeln. In der Regel
müssen die Hunde auch dort an der Leine geführt werden.
Vielerorts befinden sich eigens eingerichtete Hundetoiletten und an speziellen
Automaten kann der Hundehalter sich mit Hundekotbeuteln versorgen. Eine
wirklich praktische Einrichtung stellen an einigen Stränden die Hundeduschen
dar. Mit ihnen kann man den Hund direkt vom Salzwasser und Sand befreien, wenn
es sich der Hund denn problemlos gefallen lässt.
An einigen Stränden müssen auch für den Hund Strandabgabegebühren bezahlt
werden.
Hundestrände befinden sich an der deutschen Nordseeküste u.a. in Büsum,
Dornum-Neßmersiel, Dorum-Neufeld, Föhr, Friedrichskoog, List, Pellworm, und
Wenningstedt-Braderum.
Eine größere Anzahl von Stränden finden Hundefreunde an der Ostseeküste: Baabe,
Binz, Börgerende, Boltenhagen, Damp, Eckernförde, Göhren, Graal-Müritz,
Grömitz, Kronsgaard, Kellenhusen, Langballig, Rerik, Rostock-Warnemünde,
Scharbeutz, Sellin, Thiessow, Timmendorfer Strand und Zempin.
Die Lage des Strandabschnitts sollte man vor der Buchung seines Urlaubs
erfragen, denn nicht selten sind die Hundestrände ein ganzes Stück entfernt
von der eigentlichen Promenade.
Ebenso sollten die Eigenschaften des Strandes abgefragt werden, denn oftmals
handelt es sich nur um Grasstrände, grobe Kies-Sandstrände oder im schlimmsten
Fall Steinstrände, die für die Pfoten der Hunde nicht ideal sind.
Aber wer sich im Vorfeld bei seinem Reiseveranstalter gründlich informiert,
der wird mit seinem vierbeinigen Freund einen herrlichen Urlaub an
Deutschlands Küste verbringen können.
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