Anfang März wurde im Raum Überlingen bei zwei tot aufgefundenen Feldhasen
Tularämie (Hasenpest) festgestellt.
Bei der Tularämie handelt es sich um eine durch das Bakterium Francisella
tularensis hervorgerufene, bei wildlebenden Hasenartigen (Hasen, Kaninchen)
und Nagetieren (Mäuse, Ratten, Eichhörnchen) sporadisch auftretende
Infektionskrankheit.
Es handelt sich hierbei um eine Zoonose, einer Krankheit, die vom Tier auf den
Menschen übertragen werden kann. Für Spaziergänger ohne Kontakt zu infizierten
Tieren besteht keine Gefahr, da sich aber Hunde ebenfalls infizieren können,
sollten diese in betroffenen Gebieten an der Leine geführt werden.
Ein enger Kontakt zu infizierten Tieren kann auch beim Menschen zu schweren
Infektionen führen!
Beim Menschen ist der Krankheitsverlauf von der jeweiligen Unterart des
Erregers, vom Übertragungsweg, von der Eintrittspforte des Erregers sowie der
Erregermenge abhängig.
Spaziergänger sollten kranke oder tot aufgefundene Hasen und Kaninchen nicht
anfassen, sondern den Jagdrevierinhaber (z.B. über die örtliche Polizei)
informieren.
Erkrankte Hunde können Krankheitsbilder zeigen, die mit denen der Staupe
weitgehend übereinstimmen. Meist tritt nach Infektion eine symptomlose
Serokonversion auf. Ein klinisch manifester Verlauf geht mit Durchfall,
chronischen Septikämieerscheinungen, mäßigem Fieber, Abmagerung,
Bronchopneumonie, eitriger Rhinitis und Konjunktivitis, schmerzhaften
Schwellungen von Lymphknoten, Milz und Leber einher. Ulzeröse
Hautveränderungen entstehen durch das Aufbrechen von Lymphknotenabszessen.
Ferner können epileptische Anfälle, Nachhandschwäche und Myo-klonien auftreten
(Niemand und Suter 1989).
Bei Verdachtsfällen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
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