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Hundesenioren richtig ernähren

Hundefutter

Dass der Hund alt wird, ist ein Thema, mit dem sich jeder Hundehalter irgendwann auseinander setzen muss. Bei manchen Hunden zeigen sich die Anzeichen früher, bei anderen später – kleine Hunde etwa werden im Allgemeinen älter und bleiben deshalb oft länger von den üblichen Zipperlein verschont. Irgendwann ist es aber bei jedem Hund soweit. Dann liegt es in der Verantwortung des Halters, seinen Hund durch die richtige Ernährung zu unterstützen und ihm einen langen und gesunden Lebensabend zu bescheren!

Der alte Hund: Was ändert sich?

Wie wir Menschen auch, machen Hunde mit dem Alter einige Änderungen durch. Die Bedürfnisse des Körpers ändern sich: So wird allmählich Muskelmasse abgebaut, der Hund braucht mehr Schlaf und wird ganz allgemein ruhiger. Ein Hundesenior braucht deshalb weniger Energie als in jungen Jahren und neigt zu Übergewicht, wenn seine Nahrung nicht entsprechend angepasst wird. Hinzu kommen die üblichen Altersbeschwerden: Oft sind die Gelenke abgenutzt und brauchen eine besondere Unterstützung. Vielleicht funktionieren auch nicht mehr alle Organe so, wie sie sollten – gerade Herz, Leber und Niere müssen in einem Hundeleben viel arbeiten und können im Alter nachlassen. Auch die Verdauung macht älteren Hunden manchmal zu schaffen, so dass sich der Senior über leichter verdauliche Nahrung freut.

Die richtige Nahrung

Was muss ein Hundefutter also mitbringen, damit der Senior fit und fröhlich bleibt? Allgemein gilt: Die Nahrung sollte einen geringeren Fettgehalt haben als solche für junge Hunde. Dabei darf aber keinesfalls der Gehalt an Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen leiden, denn diese werden genauso wie zuvor benötigt, wenn nicht sogar mehr. Wer auf fertige Hundenahrung zurückgreift, muss sich wegen der Vitamine allerdings kaum Gedanken machen – anders als jene, die ihr Hundefutter selbst mischen. Dabei sollte die Nahrung leicht verdaulich sein, damit sich der Senior nicht mit Verdauungsbeschwerden wie Blähungen herumschlagen muss. Geflügelfleisch, Muskelfleisch und Herz sind auch für sensible Hunde bestens geeignet!

Viele spezielle Seniorenfutter enthalten außerdem Zusätze, die die Gesundheit unterstützen können. Solche Stoffe können helfen, Altersbeschwerden vorzubeugen oder sie abzumildern. Grünlippmuscheln enthalten zum Beispiel verschiedene Stoffe, die die Gelenkknorpel geschmeidig halten und in höherer Dosierung sogar bei der Behandlung von Arthrosen helfen können. Fischöl wiederum ent-hält Omega-3-Fettsäuren, die für eine gesunde Haut und ein glänzendes Fell sorgen. Antioxidantien unterstützen das Immunsystem, das mit dem Alter ebenfalls oft nachlässt. Es bieten sich viele Mög-lichkeiten, dem Vierbeiner beim gesund bleiben zu helfen!

Nahrung für kranke Hundesenioren

Wenn Ihr Senior unter einer Krankheit leidet, muss die Ernährung manchmal entsprechend angepasst werden. Dies sollte immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden! Hunde mit einer Niereninsuffizient – die leider häufig vorkommt – sollten zum Beispiel möglichst wenig Phosphor zu sich nehmen, denn bei dieser Krankheit funktioniert die Ausscheidung von Phosphor nicht mehr richtig. Wird dann zu viel Phosphor aufgenommen, kann es zur Harnvergiftung kommen! Leberkranke Se-nioren sollten spezielles Futter für Leberpatienten bekommen, das leberunterstützende Zusätze ent-hält. Herzkrankheiten hingegen lassen sich nur begrenzt durch Futter behandeln. Es kann allerdings helfen, dem Futter zusätzliches Taurin zuzufügen, das die Herzfunktion unterstützt. Vor allem aber sollte der Halter unbedingt vermeiden, dass sein Senior übergewichtig wird, weil dies das Herz belastet!