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Hundehaftpflicht ist unerlässlicher Schutz - für Welpe oder Senior

Es kann immer passieren: jeder noch so liebe Hund, auch wenn es sich noch um einen Welpen handelt, kann einmal einen Schaden verursachen. Ob zerfetztes Sofakissen der Bekannten oder Personenschaden durch ungestümes Umrennen, Sie müssen für alle Schäden aufkommen, die Ihr Hund verursacht. Und zwar mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Gerade bei Personenschäden kann das sehr teuer werden.

Um Sie davor zu schützen, gibt es die Hundehaftpflicht. Diese springt ein, wenn Ihr Hund Dritten gegenüber Schäden verursacht.

Was ist in der Hundehaftpflicht versichert?

Versichert sind:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden
  • Mietsachschäden (z.B. an einer gemieteten Wohnung, Ferienwohnung oder Hotel)

Weiter funktioniert die Hundehaftpflicht wie ein passiver Rechtschutz: Sie prüft die Ansprüche des Geschädigten und regelt die Wiedergutmachung. Sie wehrt aber auch unberechtigte oder zu hohe Schadensersatzforderungen ab. 

Auf was Sie bei der Hundehaftpflicht für Ihren Welpen achten sollten - die Leistungen

Die Auswahl zur Hundehaftpflicht auf dem Markt ist vielfältig. Es gibt unzählige Angebote mit verschiedensten Leistungen zu unterschiedlich hohen Beiträgen. Wir versuchen nun Licht ins Dunkel zu bringen, indem wir Ihnen zeigen auf welche Punkte Sie besonders achten sollten: denn die Leistungen sind das A und O.

  • Die Deckungssumme, auch Versicherungssumme genannt, beschreibt die Grenze bis zu der die Versicherung einen Schaden gegenüber dem Geschädigten bezahlt. Wir empfehlen eine Deckungssumme von mindestens 5 Mio. Euro.

  • Wird Ihnen oder Ihrem Hund von einem anderen Hund ein Schaden zugefügt, ist dessen Halter in der Verantwortung diesen zu begleichen. Ist ihm dies finanziell nicht möglich und hat er auch keine Hundehaftpflicht abgeschlossen, würden Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben. Mit der Forderungsausfalldeckung als Baustein springt diese in so einem Fall ein und übernimmt die Kosten.

  • Sie reisen öfter zusammen mit Ihrem Hund? Dann ist es wichtig, dass Sie auch im Ausland einen Haftpflichtschutz haben. Achten Sie auf diesen Punkt, wenn Sie die Leistungen der Hundehaftpflicht miteinander vergleichen.

  • Wenn Sie mit Ihrem Hund zur Miete wohnen, sollten Sie auf inkludierte Mietsachschäden (bewegliche und unbewegliche) in Ihrer Hundehaftpflicht achten. Ob das Laminat vom Vermieter Schaden genommen hat oder die Türrahmen zerkratzt wurden, die Hundehaftpflicht übernimmt die Kosten. Dies gilt auch wenn Sie im Urlaub eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus mieten.

  • Wenn Sie Ihren Hund gern ohne Leine laufen lassen, sollte das auch in der Hundehaftpflicht Berücksichtigung finden. Bei vielen Versicherungsgesellschaften ist ein frei laufen lassen des Hundes - außer es ist gesetzlich Leinenzwang vorgeschrieben - versichert.

  • Dieser sollte abgedeckt werden, wenn Sie einen nicht kastrierten Rüden halten.

  • Wenn öfter Freunde oder Bekannte unentgeltlich auf Ihren Hund aufpassen, sollte der Punkt „Fremdhüter“ Ihre Beachtung finden. Nur wenn diese Leistung in Ihrem gewählten Tarif vorkommt, sind sogenannte Fremdhüter abgesichert, wenn sie mit Ihrem Vierbeiner unterwegs sind.

  • Halten Sie eine Hündin, sollten Welpen bis zu ein Jahr bei der Mutter mit haftpflichtversichert sein.

  • Wenn Sie kein Risiko eingehen wollen, achten Sie darauf, dass oben genannte Leistungsbausteine im Tarif berücksichtigt sind. So ist Ihr Welpe in der Hundeschule abgesichert und auch später falls Sie mit Ihrem Vierbeiner zum Beispiel auf Messen gehen wollen.

Häufige Fragen zur Hundehaftpflicht

  • Die Hundehaftpflicht versichert immer den jeweiligen Hund. Das bedeutet, dass nicht nur Sie als Hundehalter versichert sind, sondern auch alle Personen, die mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben und mit dem Hund unterwegs sind. Wenn Sie auf die Klausel „Tierhüter versichert“ achten, sind auch Personen, die zeitweise auf Ihren Hund aufpassen, wie ein Nachbar oder Freunde, währenddessen abgesichert. Diese sogenannte Fremdhüterklausel schützt, wenn Fremde mal mit dem Vierbeiner Gassi gehen oder ihn hüten. Nicht immer sind Schäden am Tierhüter selbst abgedeckt.

  • Die Hundehaftpflicht ist zurzeit in sechs Bundesländern eine Pflichtversicherung. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Werden Sie hier ohne Haftpflichtschutz erwischt, müssen Sie eine Strafe zahlen.

    In den anderen Bundesländern sind die Regelungen ganz unterschiedlich. Während es in Mecklenburg-Vorpommern keine Vorschrift zur Hundehaftpflicht gibt, gibt es in Nordrhein-Westfalen Sonderregelungen. Hier muss jeder Vierbeiner, der mehr als 20 kg wiegt oder eine Widerristhöhe von mehr als 40 cm hat, eine Hundehaftpflicht haben.

    Brandenburg, Bremen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen schreiben eine Pflicht zur Hundehaftpflicht für Listenhunde oder auffällige Hunde vor.

    Aber egal, ob Pflicht oder nicht, eine Hundehaftpflicht sollte für jeden Halter selbstverständlich sein.

  • Der Beitrag variiert stark, je nachdem welchen Versicherer Sie wählen. Deshalb macht der Vergleich verschiedener Angebote Sinn. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten am Beitrag zu sparen. Wählen Sie einen Tarif mit Selbstbeteiligung. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger der monatliche Beitrag.

    Entscheiden Sie sich für einen Tarif, der eine längere Vertragslaufzeit hat. Einige Versicherungsgesellschaften bieten Rabatte, wenn Sie beispielsweise eine 3-jährige Laufzeit gegenüber der 1-jährigen nehmen.

  • Es gibt Versicherer, die manche Hunderassen ausschließen. Dabei geht es vor allem um die sogenannten Listenhunde wie Staffordshire Terrier oder Pitbull. Findet man einen Versicherer, der den eigenen Vierbeiner absichert, sind bei einem Listenhund die Beiträge meist etwas höher.

    Wir haben in unserem Vergleichsrechner Tarife für jede Hunderasse. Schauen Sie einfach mal rein: Zum Tarifvergleich

  • Ein ganz klares: Ja. Auch ein junger Hund kann einen Schaden verursachen. Ob er in einem unbeobachteten Moment die Schuhe der Bekannten anbeißt oder beim ungestümen Hochspringen, die Hose der Freundin zerreißt, passieren kann immer etwas. Achten Sie darauf, dass auch seine Teilnahme in der Welpenspielgruppe/Hundeschule abgedeckt ist. Die Hundehaftpflicht sollte abgeschlossen werden, sobald der Welpe bei Ihnen eingezogen ist.