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Die Erziehung des Welpen – Teil 1

Viele Hundeanfänger glauben, dass der einfachste Hund für sie ein Welpe sei. Das ist aber oft ein Trugschluss, da man im Besonderen bei der Erziehung eines Welpen aus Unwissenheit vieles falsch machen kann. Mit einem älteren (und bereits erzogenen) Tier ist vieles einfacher!

Hier nun einige wichtige Grundregeln die Sie beherzigen sollten, wenn Sie sich für einen Welpen entscheiden

  • Beginnen Sie schon am ersten Tag mit der Erziehung des Hundes.
  • Legen Sie Regeln fest und halten Sie sich ebenso daran wie der Rest der Familie. Geben Sie dem Welpen z.B. nie etwas vom Tisch, lassen Sie ihn von Anfang an nicht ins Bett, usw.
  • Loben Sie richtiges Verhalten, ignorieren Sie falsches oder sprechen Sie ein unmissverständliches “Pfui!!!” aus, wenn er sich daneben benimmt.
  • Gewöhnen Sie den Welpen so früh wie möglich an verschiedene Situationen (Autofahren, Stadtbummel, Straßenverkehr, Restaurant, Tierarztbesuche usw.) und fördern Sie auf jeden Fall den Kontakt zu anderen Hunden (z.B. beim Spaziergang oder in der Welpenschule) und fremden Menschen (Besuchern, Fußgängern auf der Straße usw.)
  • Überfordern Sie den Welpen nicht. Beenden Sie lieber rechtzeitig eine Übung, bevor der Hund sich abwendet, Ihnen die Entscheidung abnimmt und damit Ihren höheren Rang im Rudel missachtet.

Die ersten Eindrücke im neuen Heim erlebt das Hundebaby recht intensiv. Es ist noch verschüchtert, reagiert auf neue Lärmquellen, wie laute Musik, lärmende Kinder oder ihm unbekannte Personen ängstlich. Seien Sie daher besonders aufmerksam und liebevoll zu ihm.

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Hundelager

Jeder Hund braucht einen Platz auf den er sich zurückziehen kann wie z. B. ein Körbchen, was immer am selben Ort stehen sollte. Vermeiden Sie es ihn dort zu stören und untersagen Sie dies auch Ihren Kindern. Auch ein Hund braucht seine Privatsphäre.

 

Futter

Richtige Ernährung ist gerade für Welpen sehr wichtig. In einem Fachmarkt oder auch vom Tierarzt können Sie sich beraten lassen. Bleiben Sie möglichst bei einer Futtersorte (natürlich auf das Alter abgestimmt) und vermeiden Sie es „menschliche“ Nahrung zu füttern. Ihr Hund verträgt das nicht. Frisches Wasser sollte immer bereit stehen. Die Fress- und Trinknäpfe sollten möglichst so schwer sein, dass Ihr Hund sie nicht umwerfen kann und an einem Ort aufgestellt werden, wo der Hund ungestört fressen kann.

Stubenreinheit

Ein Welpe hat in den ersten Lebensmonaten – ähnlich wie beim Menschenbaby – Blase und Darm noch nicht richtig unter Kontrolle. Deshalb müssen Sie ihn die erste Zeit viel beobachten. Hat es den Anschein, dass der Kleine muss, bringen Sie ihn sofort raus, damit er sein Geschäft erledigen kann. Ruhig einmal mehr mit ihm rausgehen. Nicht schimpfen, wenn er es nicht geschafft hat über Nacht sauber zu bleiben, die Schimpfe am Morgen versteht er nicht und macht ihn nur unsicher. Lieber ausgiebig loben, wenn er sein Geschäft richtig platziert hat. Da es Hunden widerstrebt ihr Revier zu verunreinigen, wird er es schnell lernen.

Der Welpe macht dauernd etwas kaputt

Sobald der Welpe unbeaufsichtigt ist knabbert er an Schuhen, Möbeln, Teppichen oder anderem. Die Ursache hierfür können Langeweile, mangelnde Beschäftigung, fehlendes Welpenspielzeug oder Angst vor dem Alleinsein sein. Deshalb sollte man sich in der ersten Zeit viel mit ihm beschäftigen, aber ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass er der Mittelpunkt ist. Gewöhnen Sie ihn Stück für Stück daran auch mal allein zu bleiben, fangen Sie mit ein paar Minuten an. Lassen Sie ihm Spielzeug zur Beschäftigung da. Vermeiden Sie irgendwie Abschiedsstimmung aufkommen zu lassen und benutzen Sie keine mitleidigen Worte oder „Trost- Leckerchen“, sonst macht er beim nächsten Mal erst recht „Theater“. Tun Sie so als wäre es ganz normal ihn ein wenig allein zu lassen.

An der Leine gehen

Sträubt sich der Welpe beim Anlegen des Halsbandes und bockt an der Leine, muss er sich erst einmal daran gewöhnen. Legen Sie zunächst nur das Halsband an und spielen Sie mit ihm im Haus. Loben Sie ihn für seine Geduld. Hat er sich an das Halsband gewöhnt, wird die Leine angelegt. In – zunächst nur kurzen – Übungen lernt er, auf Leinenlänge neben Herrchen zu laufen. Dabei sollte er mit einem klaren “Pfui!!!” davon abgehalten werden, an der Leine herumzubeißen. Zieht er an der Leine, bleibt man stehen. Macht er es richtig, wird er belohnt. Dann versteht er bald, dass Herrchen Richtung und Tempo bestimmt. Eine Laufleine eignet sich nicht bei der Ausbildung. Die gibt es erst, wenn er gelernt hat, brav bei Fuß zu gehen.

 

Quelle: Tierschutzverein und Tierheim „Tiere in Not“ e.V., Stadt und Kreis Paderborn
Mail an Tiere in Not
www.tierheim-paderborn.de